//Coronavirus-News: Über 100.000 Fälle in Deutschland – Trump attackiert WHO

Coronavirus-News: Über 100.000 Fälle in Deutschland – Trump attackiert WHO

Das Coronavirus breitet sich immer weiter aus: In Deutschland sind bereits 1.796 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben, 102.888 sind mit dem Virus infiziert. Weltweit wurden bereits mehr als eine Million Corona-Fälle registriert. Mittlerweile verzeichnen die USA die meisten Fälle weltweit. Alle Informationen zur Corona-Krise finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Medienbericht: Coronavirus-Infektionen in mindestens 331 deutschen Pflegeheimen

Topmeldung (22.40 Uhr): In Deutschland sind einem Medienbericht zufolge bislang in mindestens 331 Pflegeheimen Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus aufgetreten. Die Zahl der betroffenen Einrichtungen steige fast täglich, berichtete das ARD-Magazin “Fakt” am Dienstagabend.

Mindestens 226 Menschen seien bislang in Pflegeheimen an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, davon 118 in Nordrhein-Westfalen. “Fakt” befragte nach eigenen Angaben die zuständigen Ministerien aller Bundesländer. Bayern, das Saarland und Sachsen-Anhalt machten allerdings keine Angaben.

Bundesweit werden laut “Fakt” 818.300 Pflegebedürftige in vollstationären Heimen versorgt. Davon sind 92 Prozent 65 Jahre oder älter. Aus Angst vor Infektionen mit dem Coronavirus sind in allen Bundesländern Besuchsverbote für Pflegeheime erlassen worden.

Russisches Forschungszentrum will bereits ab Juni Corona-Impfstoffe an Menschen testen

Topmeldung (22.25 Uhr): Ein russisches Forschungszentrum will bereits ab Juni Corona-Impfstoffe an Menschen testen. Schon ab dem 29. Juni sei eine erste Phase klinischer Tests von drei Impfstoffen an 180 Freiwilligen geplant, sagte Rinat Maxjutow, Leiter des staatlichen Forschungszentrums Vektor, bei einem Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin und Chefs von mehreren wissenschaftlichen Einrichtungen am Dienstag.  “Die Gruppen von Freiwilligen sind bereits aufgestellt”, sagte Maxjutow. Die Einrichtung habe mehr als 300 Bewerbungen erhalten.

Dem Vektor-Leiter zufolge haben seine Wissenschaftler in einem Labor in der Nähe der sibirischen Stadt Nowosibirsk mehrere Prototypen von Impfstoffen entwickelt. Demnach werden diese gerade an Mäusen, Kaninchen und anderen Tieren getestet, um bis zum 30. April den vielversprechendsten Impfstoff zu bestimmen. Laut Maxjutov könnten die ersten Tests am Menschen sogar schon im Mai beginnen, “wenn das Gesundheitsministerium dies genehmigt”. 

Das Vektor-Zentrum forschte zu Zeiten der Sowjetunion an biologischen Waffen und ist im Besitz von Proben der unterschiedlichsten Viren – von Pocken bis Ebola. In Russland gibt es nach offiziellen Angaben derzeit 7497 Infektionsfälle. 58 Menschen starben an der Lungenkrankheit Covid-19.

102.888 Menschen in Deutschland mit Coronavirus infiziert – weniger als 4.000 Neuinfektionen am Dienstag

Topmeldung (20.51 Uhr): Am Dienstag, den 7. April hat die Marke der Menschen, die sich mit Covid-19 infiziert haben, die 100.000 übertroffen. Insgesamt 102.888 Personen wurden von den Gesundheits- und Sozialministerien der Länder als infiziert gemeldet, 3.943 mehr als am Vortag. 219 neue Todesfälle kamen hinzu, 1.796 Menschen starben insgesamt.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 98.945, 1577 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 20.635 (464 Todesfälle)
  • Bayern: 26.567 (495 Todesfälle)
  • Berlin: 4038 (32 Todesfälle)
  • Brandenburg: 1574 (35 Todesfälle)
  • Bremen: 422 (10 Todesfälle)
  • Hamburg: 3217 (25 Todesfälle)
  • Hessen: 4845 (79 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 555 (11 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 6539 (122 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 21.582 (347 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 4052 (43 Todesfälle)
  • Saarland: 1700 (32 Todesfälle)
  • Sachsen: 3181 (43 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1024 (15 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 1735 (24 Todesfälle)
  • Thüringen: 1222 (19 Todesfälle)

Gesamt (Stand 07.04., 20.43 Uhr): 102.888 (1796 Todesfälle)

Stand vom Vortag: Stand 06.04., 20.23 Uhr: 98.945 (1577 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

 

Gemeldete Coronavirusfälle in Deutschland (klicken Sie auf Ihr Bundesland) test mit gesamt

 
 

Mehr Informationen im News-Ticker:

“Hat es wirklich vergeigt” – Trump attackiert WHO in Coronavirus-Pandemie

22.04 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat wegen der Coronavirus-Pandemie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) attackiert. “Die WHO hat es wirklich vergeigt”, schrieb Trump am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Die Organisation werde zwar größtenteils von den USA finanziert, sei aber “China-zentrisch”. “Wir werden uns das genauer anschauen”, schrieb Trump, ein scharfer Kritiker internationaler Organisationen.

Der Präsident warf der WHO zudem vor, im Kampf gegen eine Ausbreitung des Virus eine “fehlerhafte Empfehlung” abgegeben zu haben. “Zum Glück habe ich frühzeitig ihre Empfehlung zurückgewiesen, unsere Grenze zu China offen zu lassen.” Trump hatte Ende Januar ein Einreiseverbot für Reisende aus China verhängt.

Berlins Bürgermeister Müller bedauert “Schärfe” im Streit um Maskenlieferung

Topmeldung (21.37 Uhr): Im Streit um eine Lieferung von 200.000 Schutzmasken, die von Bangkok aus statt nach Berlin wohl in die USA ging, schlägt Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) nun gemäßigtere Töne an. “Da ist eine Schärfe reingekommen durch die Stellungnahmen von Herrn Geisel und mir, die bedauere ich. Es tut mir leid”, sagte Müller am Dienstag. “Vielleicht sollten wir diese Auseinandersetzung auch mal ruhen lassen.” Als Innensenator Andreas Geisel (SPD) und er sich zu den USA geäußert hätten, habe “große Anspannung” geherrscht, so Müller. “Weil wir nicht sicher waren, wann bekommen wir wieviel Material, und es war knapp.”

Geisel hatte am Freitag mitgeteilt, die für die Berliner Polizei bestimmten Masken seien auf Betreiben der USA “konfisziert” worden, er sprach von einem “Akt moderner Piraterie”. Auch Müller hatte die USA scharf kritisiert: “Das Handeln des US-Präsidenten ist alles andere als solidarisch und verantwortungsvoll. Es ist unmenschlich und inakzeptabel”, hatte er getwittert.

Nach wie vor ist unklar, warum genau die Masken am Ende in die USA gingen. Zuletzt hieß es aus der Innenverwaltung, nach Angaben des Vertragspartners, einem deutschen Fachhandel, sei die Lieferung aufgrund einer US-Direktive storniert und das Frachtflugzeug in die USA umgeleitet worden.

“Es ist Berliner Ware, wir haben sie bezahlt”

“Und tatsächlich tut es auch weh, wenn 200 000 Masken nicht ankommen”, sagte Müller. “Unstrittig ist ja, wir haben sie bestellt, es ist Berliner Ware, wir haben sie bezahlt, und sie ist nicht hier gelandet, sondern in den USA.” Unstrittig sei auch, dass Kanada und Frankreich ähnliche Erfahrungen gemacht hätten. Er hoffe, dass sich die Sache noch aufklären werde. “Aber nochmal: Die Schärfe dieser Äußerungen bedauere ich”, so Müller. “Und ich glaube, das kommt dann auch entsprechend an”, fügte er mit Blick auf die USA hinzu.

Nach Müller meldete sich auch Geisel zu Wort: “Am Sachverhalt, so wie er uns vom Vertragspartner der Polizei Berlin geschildert wurde, hat sich nichts verändert”, erklärte er. “Wir haben in der gegenwärtigen Situation aber Wichtigeres zu tun, als uns mit den USA über Masken zu streiten. Zur gemeinsamen Aufklärung werden wir ein Gespräch mit der US-amerikanischen Botschaft führen.”

Sorge vor Engpass: EU drängt Pharmahersteller zu höherer Produktion

21.30 Uhr: Aus Sorge vor Engpässen bei wichtigen Arzneien hat die EU-Kommission einem Medienbericht zufolge die europäischen Hersteller aufgefordert, die Produktion hochzufahren. Dies berichtet die “Welt” (Mittwoch) aus einem Brief von Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides an mehrere europäische Pharmaverbände.

Gerade in deutschen Kliniken könnten wichtige Medikamente knapp werden, zitiert das Blatt aus einem Anhang des Schreibens. Schon für die kommenden Tage befürchteten die Krankenhäuser Engpässe etwa bei Anästhetika und Beruhigungsmitteln wie Fentanyl, Propofol, Ketamin, Lorazepam und Morphin. Insgesamt gehe es um 47 in der Intensivmedizin benötigte Wirkstoffe.

Schwer an Covid-19 erkrankte Patienten, die auf Intensivstationen an Beatmungsgeräte angeschlossen sind, benötigen dem Bericht zufolge bis zu 50 verschiedene Medikamente, darunter Beruhigungsmittel und Wirkstoffe, die bei der Intubation eingesetzt werden. Ersatzwirkstoffe hätten teils Nebenwirkungen.

Von der EU-Kommission war am Dienstagabend auf Anfrage zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Söder nimmt acht Millionen Schutzmasken in Empfang

21.19 Uhr: Ein Frachtflugzeug hat acht Millionen Schutzmasken aus China nach Bayern gebracht. “Sie sind für alle gedacht, die sich mit Medizin beschäftigen”, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag am Flughafen München. Dazu zählten in erster Linie Altenheime, Pflegedienste und Krankenhäuser. Die Lieferung soll erst einmal in ein Lager des Technischen Hilfswerks kommen, wie ein Sprecher der Staatsregierung sagte. Weitere Lieferungen aus China sollten folgen.

 

Darüber hinaus kündigte der Schutzbekleidungsfirma Franz Mensch mit Sitz in Buchloe (Landkreis Ostallgäu) an, bis Mitte Mai 80 Millionen Stück Mundschutz an Krankenhäuser, Ärzte und Behörden in Deutschland zu liefern. Insgesamt habe man 700 Tonnen Material bestellt, darunter vier Millionen FFP-Atemschutzmasken und 2,5 Millionen Kittel, so Geschäftsführer Achim Theiler. Die Ware werde in China hergestellt und mit mehreren Flügen nach Deutschland transportiert. Gleichzeitig arbeite man daran, eine eigene Produktion für Notlagen vor Ort aufzubauen.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sind Schutzmasken Mangelware. Für Aufsehen sorgten zuletzt Vorwürfe, die US-Regierung habe eine Lieferung mit für die Berliner Polizei bestimmten Schutzmasken in die USA umgeleitet.

Laschet zu Corona-Krise: Könnte Option sein, zunächst kleine Läden wieder zu öffnen

20.24 Uhr: Nach Einschätzung von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet könnten in der Corona-Krise bei einer stufenweisen Rückkehr zur Normalität möglicherweise zunächst kleinere Läden wieder öffnen. “In den Bäckereien wird zum Beispiel der Mindestabstand zwischen den Kunden nach meiner Wahrnehmung fast überall eingehalten”, sagte der CDU-Politiker dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Mittwoch). “Deswegen könnte eine Option sein, zunächst die kleinen Läden, in denen sich nicht viele Menschen gleichzeitig aufhalten, wieder zu öffnen.”

Bei der Wiederöffnung der Gastronomie könnte es ebenfalls ein Kriterium sein, “wie gut der Schutz der Gäste und Mitarbeiter vor Ansteckung gewährleistet werden kann”. Damit sich das neuartige Coronavirus nicht so schnell ausbreitet, wurde das öffentliche Leben in den vergangenen Wochen massiv eingeschränkt.

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Mehr als 10.000 Coronavirus-Tote in Frankreich

19.53 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Toten in Frankreich hat die Schwelle von 10.000 überschritten. Wie die Gesundheitsbehörden am Dienstagabend in Paris mitteilten, wurden mittlerweile 7091 Todesfälle in Krankenhäusern und 3237 weitere in Altenheimen registriert. Wegen der Corona-Pandemie gilt in Frankreich seit dem 17. März eine strenge Ausgangssperre.

Ausreiseverbot für chinesische Millionenstadt Wuhan beendet

19.31 Uhr: In der zentralchinesischen Millionenstadt Wuhan ist das wegen der Corona-Pandemie verhängte Ausreiseverbot ausgelaufen. Mit dem Ende der Maßnahme in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit, 18.00 Uhr MESZ) strömten tausende Menschen zu den Zügen am Bahnhof, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Es ist das erste Mal seit dem 23. Januar, dass die Bewohner Wuhan verlassen dürfen.

Aus der Millionenstadt waren Ende Dezember die weltweit ersten Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet worden. Die Hauptstadt der Provinz Hubei wurde wegen der Ausbreitung des Erregers als erste chinesische Stadt komplett abgeriegelt, später folgte fast die gesamte Provinz. 

Inzwischen hat sich die Lage entspannt, und seit Ende März beendeten die chinesischen Behörden schrittweise die Abschottungsmaßnahmen. Für Wuhan galt allerdings zunächst weiter ein Ausreiseverbot.

NRW orderte zehn Millionen Atemmasken: Bayrische Ermittler decken Millionenbetrug auf

19.07 Uhr: Ein international angelegter, millionenschwerer Betrug mit nicht existierenden Atemschutzmasken ist von Ermittlern aus Bayern aufgedeckt worden. Geschädigte seien zwei Vertriebsfirmen mit Sitzen in Hamburg und Zürich, teilte die Staatsanwaltschaft Traunstein am Dienstag mit. Sie sollten rund zehn Millionen Masken für knapp 15 Millionen Euro an das Land Nordrhein-Westfalen liefern. Der Geschäftsführer der beiden Unternehmen kommt aus dem oberbayerischen Traunstein.

Die Firmen hatten laut Mitteilung schon eine Anzahlung von rund 2,4 Millionen Euro an die vermeintlichen Lieferfirmen geleistet, nach geschickten Täuschungsmanövern der Täter. Als die Masken nicht wie geplant ankamen, habe der Geschäftsführer am 30. März Anzeige erstattet. Offenbar noch rechtzeitig: Mehr als zwei Millionen des überwiesenen Geldes seien inzwischen auf Konten im Ausland entdeckt und eingefroren worden, berichtete die Staatsanwaltschaft. Auch Nordrhein-Westfalen hatte schon bezahlt – rund 14,7 Millionen Euro an das Schweizer Vertriebsunternehmen. Davon seien 12,3 Millionen Euro schon wieder zurückbezahlt worden.

Der Geschäftsführer hatte laut Mitteilung Mitte März von den Betrügern Angebote für die Schutzmasken erhalten. Die Landesregierung in Düsseldorf hatte großes Interesse und orderte rund zehn Millionen Stück. Über mehrere europäische Zwischenhändler sollte die Ware in den Niederlanden übergeben werden. Rund 52 Lieferfahrzeuge standen den Ermittlern zufolge schon bereit, um die dringend benötigten Schutzmasken aus den Niederlanden nach Nordrhein-Westfalen zu bringen, ab der Grenze in Deutschland sogar mit Polizeieskorte.

Derzeit laufen noch Ermittlungen in mehreren Ländern. Die Täter hätten die Identität einer Firma im europäischen Ausland gekapert, berichtete die Staatsanwaltschaft. Nähere Angaben machte sie aus ermittlungstaktischen Gründen nicht. In Traunstein ist eine Spezialabteilung der Staatsanwaltschaft zur Verfolgung der grenzüberschreitenden Kriminalität befasst, das sogenannte Traunsteiner Modell. Auch Beamte der Kriminalpolizei sowie Ermittlungsbehörden in mehreren europäischen Ländern sind im Einsatz.

731 Coronavirus-Tote in New York – 20 Prozent der Polizisten krankgemeldet

17.59 Uhr: Die Zahl der neuen Todesopfer in der Corona-Krise hat im Bundesstaat New York von Montag auf Dienstag einen weiteren Höchststand erreicht. In der Zeit seien 731 coronainfizierte Menschen gestorben, sagte Gouverneur Andrew Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz. Insgesamt lag die Zahl der Toten in dem besonders heftig getroffenen Bundesstaat damit bei etwa 5.500. In den Vortagen waren jeweils um die 600 Patienten gestorben. Insgesamt liegt die Zahl der positiv getesteten New Yorker bei über 138.000. Cuomo bekräftige erneut, dass der Höhepunkt der Krise in New York scheinbar erreicht sei. Die Zahl der im Krankenhaus behandelten Covid-19-Patienten sei zuletzt nicht mehr stark angestiegen.

Auch die New Yorker Polizei ist von der Corona-Pandemie schwer betroffen. Mindestens zwölf Mitarbeiter seien bereits in Zusammenhang mit mutmaßlichen Coronavirus-Infektionen gestorben, berichtete der Nachrichtensender CNN. Mehr als 2.000 weitere Mitarbeiter seien mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Fast 7.000 Polizeibeamte hätten sich aus den unterschiedlichsten Gründen krankgemeldet und könnten derzeit nicht zum Dienst erscheinen, das seien rund 20 Prozent der uniformierten Einsatzkräfte des NYPD. Bürgermeister Bill de Blasio betonte allerdings, die Situation bessere sich allmählich. Immer mehr Polizisten würden sich nach überstandenen Krankheiten zurück zum Dienst melden. Es gebe derzeit keine Überlegungen, Aushilfs-Einsatzkräfte anzufordern. „Wir haben die Situation mit dem sehr großen Kader, den das NYPD hat, im Griff.“

Der Bürgermeister kündigte an, die drastischen Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus bis Ende April zu verlängern. Schulen und nicht dringend benötigte Geschäfte würden bis zum 29. April geschlossen bleiben.

Von der Leyen verschiebt Bekanntgabe von Exit-Strategie auf Bitten einiger EU-Länder

17.07 Uhr: EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen will eine gemeinsame europäische Strategie zur schrittweisen Lockerung der Beschränkungen in der Corona-Krise vorschlagen. Ziel sei ein koordiniertes und einheitliches Vorgehen in der Europäischen Union, sagte ihr Sprecher Eric Mamer am Dienstag.

Die ursprünglich bereits für diesen Mittwoch angekündigte Veröffentlichung der Strategie wurde allerdings am Dienstagnachmittag verschoben. Aus Kreisen der EU-Kommission hieß es, Hintergrund seien Bitten aus einigen Mitgliedsstaaten, die nicht zu früh ein Signal der möglichen Lockerung der Beschränkungen setzen wollten. Die Strategie der Kommission sei fertig, werde aber erst nach Ostern veröffentlicht.

 

Einige Länder hatten erste Maßnahmen zur Lockerung angekündigt, darunter Österreich und Dänemark. Mamer sagte, diese Maßnahmen habe man noch nicht bis ins Letzte analysiert. Doch hätten sie den Ansatz, schrittweise vorzugehen, der auch beim Konzept der EU-Kommission eine wichtige Rolle spielen werde. Gut sei, dass die Staaten nicht nur die Kommission, sondern auch die übrigen EU-Länder vorab informiert hätten, sagte Mamer. “Wir halten es für sehr wichtig, dass das in koordinierter Art und Weise passiert.”

Gericht bestätigt Gottesdienstverbot wegen Corona-Pandemie

16.55 Uhr: Der Kasseler Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat den Eilantrag eines Christen gegen das Gottesdienstverbot in der Corona-Krise abgelehnt. Dabei handele es sich zwar um eine in der jüngeren Vergangenheit beispiellose Einschränkung der Religionsfreiheit, erklärte ein Gerichtssprecher am Dienstag. Diese massiven Eingriffe seien aber durch gesetzliche Grundlagen getragen und zur Erreichung eines legitimen Ziels, der befristeten Verhinderung weiterer Infektionen und der Gewährleistung einer möglichst umfassenden Versorgung von Covid-19-Patienten. Der Beschluss ist unanfechtbar. (Aktenzeichen: 8 B 892/20.N)

Das Land Hessen hatte am 17. März Schritte beschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Die Regierung untersagte dabei Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und Einrichtungen anderer Glaubensgemeinschaften. Dagegen hatte ein Mitglied der römisch-katholischen Kirche geklagt: Das Grundrecht der Religionsfreiheit dürfe nicht eingeschränkt werden und das Verbot sei unverhältnismäßig.

Laut den Kasseler Richter ist ein Verstoß gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zumindest momentan nicht festzustellen. Auch der Einwand des Klägers, die Freiheit der Religionsausübung sei nicht durch Gesetz oder Verordnung einschränkbar, greife nicht. Dieses Grundrecht finde seine Grenzen dort, wo dies zum Schutz der Grundrechte Dritter oder anderer mit Verfassungsrang ausgestatteter Rechtswerte notwendig sei. Dies sei hier in Bezug auf Leben und Gesundheit anderer Menschen der Fall.

Schwerkranke Corona-Patienten dürfen nicht zugelassenes Mittel testen

16.44 Uhr: Besonders schwer erkrankte Corona-Patienten dürfen künftig mit dem noch nicht zugelassenen Wirkstoff Remdesivir behandelt werden, wenn alle anderen Mittel versagt haben. Das hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn genehmigt, wie ein Sprecher am Dienstag bestätigte. Der Wirkstoff wurde von einem US-Pharmaunternehmen ursprünglich gegen Ebola-Infektionen entwickelt. Es gebe erste Anzeichen für eine Wirksamkeit auch gegen das Coronavirus, hatte die europäische Arzneimittelbehörde EMA vergangenen Freitag festgestellt und einen Einsatz des Mittel für Schwerkranke ohne Behandlungsalternative (“Compassionate use”) empfohlen. Dem folgte die deutsche Behörde.

Aktuell ließen sich zu einer Wirksamkeit aber keine Aussagen machen, betonte ein Sprecher der deutschen Arzneimittelbehörde. Es gebe nur Anzeichen. “Die Ergebnisse laufender klinischer Prüfungen bleiben abzuwarten.” Bundesweit seien im März drei klinische Prüfverfahren für den Wirkstoff als Mittel gegen die Corona-Infektion genehmigt worden, sagte der Sprecher. Wie lange sie dauern würden, lasse sich nicht prognostizieren. Der sofortige Einsatz als nicht zugelassener Wirkstoff an Patienten sei streng reglementiert. In Frage kämen nur Patientengruppen, für die es sonst keine Therapiealternative mehr gebe. Die Kosten bei solchen sogenannten Härtefallprogrammen trägt der Hersteller. Die behandelnden Ärzte oder Kliniken wenden sich in solchen Fällen direkt an den Hersteller.

Schweden meldet starken Anstieg von Corona-Todesfällen

15.53 Uhr: In Schweden hat sich die Zahl der Corona-Toten binnen eines Tages um mehr als hundert erhöht. Nach Angaben der schwedischen Gesundheitsbehörde vom Dienstag starben in dem skandinavischen Land inzwischen 591 Menschen an dem neuartigen Coronavirus. Die 114 neuen Todesfälle seien jedoch nicht alle in den zurückliegenden 24 Stunden registriert worden, einige seien mit Verzögerung gemeldet worden. Insgesamt infizierten sich in Schweden nach Angaben der Behörden bislang 7.693 Menschen mit dem Erreger. In den vergangenen Tagen sei ein leichter Rückgang bei den neu registrieren Infektionsfällen festgestellt worden, sagte der Epidemiologe Anders Tegnell. Es sei aber noch zu früh zu sagen, ob der Höchststand bereits erreicht sei.

 

Die schwedische Regierung verfolgt in der Pandemie bisher eine andere Strategie als die meisten anderen europäischen Staaten. In dem Land mit rund zehn Millionen Einwohnern gibt es keine Ausgangsbeschränkungen; Grundschulen, Restaurants und Bars blieben geöffnet. Die Regierung rief die Menschen lediglich dazu auf, Abstand zu halten und nach Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten. Zudem gilt ein Versammlungsverbot für mehr als 50 Menschen sowie ein Besuchsverbot in Pflegeheimen. Inzwischen strebt die Regierung aber erweiterte Befugnisse im Kampf gegen das Virus an.

42 Bewohner in Altenheim in Niedersachsen mit Coronavirus infiziert – zwei verstorben

15.29 Uhr: In einem Altenheim im niedersächsischen Bramsche bei Osnabrück sind 42 Bewohner mit dem Coronavirus infiziert worden. 16 von ihnen mussten ins Krankenhaus gebracht werden, zwei sind inzwischen gestorben, wie der Landkreis Osnabrück am Dienstag mitteilte. Bei sieben der 91 Mitarbeiter war ein Test positiv. Der Gesundheitsdienst habe inzwischen strenge Auflagen für die Einrichtung erlassen. So wurde angeordnet, dass die infizierten Bewohner, die Kontaktpersonen und die gesunden Bewohner voneinander getrennt betreut werden müssen.

Am Mittwoch vergangener Woche hatte das Heim gemeldet, dass ein Bewohner mit dem Coronavirus infiziert sei. Laut Landkreis hatte es dabei angegeben, umfangreiche Maßnahmen zur Hygiene und Isolation in der Wohngruppe umzusetzen. Am Samstag habe der Kreis allerdings einen Hinweis erhalten, dass es in dem Heim bereits mehr als 20 Menschen mit erhöhter Temperatur gebe und die hygienischen Zustände unzureichend seien. Eine Kontrolle bestätigte die Hinweise, woraufhin von den Bewohnern Abstriche gemacht und ins Labor geschickt wurden.

Inzwischen überwache der Landkreis, ob die verhängten Auflagen auch beachtet werden. Das Personal werde geschult. Eine Evakuierung des Heimes sei im Moment nicht sinnvoll, hieß es.

Boris Johnson „stabil“, aber nach wie vor auf der Intensivstation

14.15 Uhr: Nachdem der britische Premierminister am gestrigen Abend auf die Intensivstation verlegt wurde, hat ein Sprecher von Boris Johnson am Dienstagmittag neue Informationen über dessen Gesundheitszustand bekanntgegeben. Sein Zustand habe stabilisiert.

Johnson musste demnach bislang nicht an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden. Dem Premierminister werde zwar Sauerstoff zugeführt, aber er “atmet selbstständig ohne jegliche Unterstützung”. Die Ärzte konnten auch eine Lungenentzündung ausschließen, berichtete sein Sprecher.

Lesen Sie hier mehr dazu: Corona-Drama um Premier Johnson: Was wir über seinen Gesundheitszustand wissen

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