//Zum zweiten Mal bei DHDL – mit Tofu aus Kichererbsen

Zum zweiten Mal bei DHDL – mit Tofu aus Kichererbsen

Zeevi Chaimovitch (links) präsentiert mit Jörn Gutowski die Tofu-Alternative aus Kichererbsen.

Bereits zum zweiten Mal steht Jörn Gutowski bei „Die Höhle der Löwen“ auf der Bühne. Zum zweiten Mal versucht er, ein Investment für ein Lebensmittel-Startup zu erhalten. Und zum zweiten Mal möchte er Frank Thelen als Investor gewinnen.

Bei seiner ersten DHDL-Teilnahme im Jahr 2016 klappte das nicht: Zwar hatte Thelen während der Sendung zugesagt, in Gutowskis Probierboxen-Firma Try Foods zu investieren. Aufgrund unterschiedlicher Entwicklungsstrategien kam der Deal im Nachhinein aber nicht zustande. Nun will Gutowski die Löwen mit Tofu aus Kichererbsenmehl überzeugen. 

Der Berliner gründete sein aktuelles Startup mit seinem Freund und Geschäftspartner Zeevi Chaimovitch. Der gebürtige Israeli ist gelernter Koch und hat die Rezeptur für Kichererbsen-Tofu aus Myanmar mitgebracht. Dort heißt das Lebensmittel Birmanischer Tofu oder Shan Tofu und wird seit Jahrhunderten hergestellt. Chaimovitch will das Produkt nun mit seiner Firma Zeevi unter dem Namen Kofu in Europa etablieren.

Der Kaviar unter den Tofus – preislich gesehen

Die industrielle Massenproduktion sei die größte Herausforderung gewesen, sagen die Gründer. Drei Jahre hätten sie nach einem Partner für die Serienproduktion gesucht. Gefunden haben sie ihn in Markus Treiber, der eine Tofu-Produktion betreibt. Entsprechend ist die Firma Zeevi aufgespalten: Chaimovitch hält 59,5 Prozent, Treiber 26 Prozent, Gutowski 14,5 Prozent. Dennoch agiert Gutowski als Sprachrohr der Marke.

Kofu solle als Fleischalternative für Menschen mit Sojaunverträglichkeit dienen und für mehr Vielfalt in der vegetarisch-veganen Ernährung sorgen, wirbt das Startup. Ein 200 Gramm schwerer Block kostet circa vier Euro, etwa doppelt soviel wie Biosoja. Kofu ist bereits in den größten Biomärkten gelistet. In Zukunft soll die Produktpalette erweitert werden. Die Kichererbsen bezieht Zeevi aus Italien. Aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen in der Logistik komme es gerade aber zu Lieferengpässen, so das Unternehmen zu Gründerszene.

Bei „Die Höhle der Löwen“ möchten die Gründer nun für 150.000 Euro zwölf Prozent der Firmenanteile verkaufen. Falls kein Deal zustande kommt, will das 2018 gegründete Startup genauso wie Try Foods organisch wachsen. 


„Wir sind nicht mehr Mitte 20 und müssen nicht um jeden Preis skalieren“

Food-Startup Zeevi:

„Wir sind nicht mehr Mitte 20 und müssen nicht um jeden Preis skalieren“

Jörn Gutowski erhielt bei DHDL viel Lob für sein Startup Try Foods – doch die Firma startete nicht durch. Mit seinem neuen Startup Zeevi verkauft er jetzt Tofu.

Bild: TVNow / Bernd-Michael Maurer